Ratgeber · Vereine
Welche Versicherungen braucht ein Verein?
Ob Sportverein, Förderverein oder Kleingartenverein: Wer ein Amt im Verein übernimmt, sollte wissen, wo Risiken liegen und was dagegen hilft.
Kurz zusammengefasst
- Grundschutz für fast jeden Verein ist die Vereinshaftpflicht.
- Je nach Aktivitäten kommen Vermögensschaden-Haftpflicht für den Vorstand, Unfallschutz, Inhalts- und Rechtsschutz hinzu.
- Prüfen Sie zuerst, was ein Dachverband schon abdeckt.
- Veranstaltungen, Kinder- und Jugendarbeit und eigene Räume verändern das Risiko.
1. Vereinshaftpflicht: der Grundschutz
Sie greift, wenn bei Training, Fest oder Vereinsarbeit jemand verletzt oder fremdes Eigentum beschädigt wird, und prüft, ob die Forderung berechtigt ist. Mitversichert sind in der Regel der Verein, der Vorstand, Mitglieder und ehrenamtliche Helfer bei ihrer Tätigkeit für den Verein. Mehr dazu auf der Seite Vereinshaftpflichtversicherung.
2. Vermögensschaden-Haftpflicht für den Vorstand
Die klassische Vereinshaftpflicht deckt Personen- und Sachschäden. Reine Vermögensschäden, zum Beispiel durch Fehler bei Fristen, Abrechnungen oder Beschlüssen, sind dort meist nicht enthalten. Dafür gibt es eigene Bausteine. Ehrenamtliche Vorstände haften dem Verein gegenüber nach den gesetzlichen Regeln nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Wie weit der Schutz im Einzelfall reicht, hängt unter anderem von der Vergütung des Vorstands und vom Tarif ab.
3. Unfallversicherung für Mitglieder und Helfer
Die Haftpflicht schützt Dritte. Verletzt sich ein Mitglied selbst, etwa beim Sport oder beim Aufbau eines Festes, hilft sie in der Regel nicht. Dafür sind Unfallversicherungen gedacht. Viele Landes- und Fachverbände bieten Gruppenverträge an. Fragen Sie zuerst dort nach, was bereits enthalten ist.
4. Inhaltsversicherung für Vereinsheim und Inventar
Geräte, Instrumente, Möbel und Technik im Vereinsheim sind bei Feuer, Einbruch oder Leitungswasser nicht automatisch geschützt. Die Inhaltsversicherung kann das Inventar absichern. Gehört dem Verein das Gebäude, sollte auch die Absicherung des Gebäudes selbst geklärt sein.
5. Rechtsschutz für den Verein
Streit mit Mitgliedern, Lieferanten oder Vermietern kann teuer werden. Ein Rechtsschutz für den Verein übernimmt je nach Tarif Anwalts- und Gerichtskosten. Wartezeiten und Ausschlüsse sind dabei wichtig, zum Beispiel für bereits entstandene Streitigkeiten.
Fragen, die Sie sich vorab stellen sollten
- Was deckt der Dachverband oder Landesverband bereits ab?
- Veranstalten wir Feste, Turniere oder Konzerte? Wie groß sind sie?
- Arbeiten wir mit Kindern und Jugendlichen oder organisieren Ferienfreizeiten?
- Besitzen oder mieten wir ein Vereinsheim oder ein Gelände?
- Haben wir eigene Fahrzeuge, Anhänger oder bezahlte Kräfte?
Je mehr Fragen Sie mit „Ja“ beantworten, desto eher lohnt sich ein Blick auf die Details Ihrer bestehenden Verträge.
So kann ich Ihnen helfen
Sie können direkt ein unverbindliches Angebot für die Vereinshaftpflicht anfordern, oder wir besprechen Ihre Situation am Telefon: einfach einen Rückruf-Termin wählen.